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Im 3. Teil unserer Serie wollen wir euch eine kleine Hilfestellung geben, wie ihr euch mit Rassismus auseinander setzen und aktiv gegen ihn ankämpfen könnt. (Hier kommst du zu Teil 1 und Teil 2) Der Guide besteht aus, von uns zusammengetragenen Informationen, und Textausschnitten aus dem Buch “exit Racism” von Tupoka Ogette.

Zuhören

Allem voran ist es wichtig zuzuhören. Es geht darum zu verstehen, wie sich von Rassismus betroffene Menschen fühlen und nicht darum zu bewerten. Als weiße Person hast du Rassismus nie am eigenen Leib erfahren, umso wichtiger ist es, dass die eigenen Gefühle und Meinungen in solchen Gesprächen in den Hintergrund rücken. Hör Betroffenen zu, schau dir IG-Kanäle an, die Situationen von Alltagsrassismus thematisieren (@redefineracism, @listenandspeak.at…), frage was du tun kannst und versuche ein Gespür dafür zu bekommen, in welchen Situationen du dich selbst oder andere Personen sich rassistisch verhalten. 

Lernen

Lies Bücher, schaue Filme und Dokus oder höre dir Podcasts und Audio-Books an um einerseits den historischen Kontext von Rassismus, andererseits das rassistische System, in dem wir leben, besser verstehen zu können. So schreibt auch Tupoka Ogette: “Rassismuskritisches Wissen ist noch nicht im Mainstream angekommen. Es liegt in Deiner Verantwortung, Dir die Informationen zu holen und Dir das nötige Wissen anzueignen. Wichtig! Missbrauche dabei People of Color und Schwarze Menschen nicht als ›Erklärbären‹.”

Die eigene Stimme nutzen

“Sprich Rassismus an, wenn Du ihn erkennst. Immer. Nicht, weil Du damit Schwarzen Menschen und PoC ›helfen‹ willst, sondern weil DU nicht in einer Gesellschaft leben möchtest, in der Rassismus zum Alltag Deiner Mitmenschen gehört.” so Tupoka Ogette. Solche Diskussionen sind unangenehm und oft ist man dazu verleitet ihnen aus dem Weg zu gehen. Jedoch geht es in solchen Situationen nicht um die eigenen Befindlichkeiten sondern darum Aufmerksamkeit für ein Thema zu schaffen, das viel zu lange schon tot geschwiegen wurde. Je öfter man diese Diskussionen aufnimmt, desto einfacher wird es solche Probleme beim Familienessen oder auf der nächsten Party anzusprechen.

Zivilcourage zeigen

Du siehst wie jemand ungerecht oder rassistisch behandelt wird? Tu etwas! Natürlich ist es auch immer wichtig vorher abzuchecken ob die betroffene Person deine Unterstützung möchte. Zeig dich solidarisch, zeig, dass du siehst, dass das was hier gerade passiert nicht ok ist. Zivilcourage verlangt Handeln! 

Sich seiner Privilegien bewusst werden und jene auch aktiv nutzen

Werde dir deiner Privilegien als weiße Person bewusst, auch wenn das nicht immer angenehm ist und übernimm Verantwortung.
“Nutze Deine Privilegien, Deine Ressourcen um ›power sharing‹ zu betreiben. Schau, ob die Räume, in denen Du Dich bewegst rein homogen sind oder ob alle Perspektiven Platz haben und eingeladen sind. Wenn es in Deinem Handlungsspielraum liegt, öffne den Raum für Schwarze Menschen und People of Color.”

Aus Fehlern lernen

Es ist wichtig Verantwortung für das eigene Handeln zu übernehmen. Wir können es nur immer wieder betonen, wir alle wachsen in einer Gesellschaft auf in der Rassismus institutionalisiert ist. Das heißt du wirst Fehler machen. Wenn du von jemandem das Feedback bekommst, dich rassistisch verhalten zu haben, nimm es an, versuch dich nicht zu verteidigen oder zu rechtfertigen sondern darüber nachzudenken und daraus zu lernen.

Konsequent bleiben

“Mach keinen Urlaub vom ›Anti-rassistisch-Sein‹. Rassismus und andere Unterdrückungsstrukturen wirken tagtäglich. People of Color und Schwarze Menschen haben nicht die Wahl, ob sie Rassismus erleben wollen oder nicht. Mache es zu Deiner Mission, nicht wegzuschauen. Gib nicht auf. Rassismus zu bekämpfen, ist ein viele Generationen alter, langer Kampf, kein kurzes Aufbegehren. Sei also realistisch mit Deinen Erwartungen, bleib positiv und behalte Dein Herz auf dem rechten Fleck.” schreibt Tupoka Ogette in ihrem Buch.

Mit YouTube-Videos spenden

Neben dem klassischen Spenden an Vereine und Organisationen hast du auch die Möglichkeit indirekt durch das schauen von Videos auf Youtube zu spenden.

Um zu spenden suche im Suchfeld nach “blm donate” oder ähnlichem und wähle eines der vorgeschlagenen Videos. Schalte deinen Adblocker ab, sieh dir das Video an oder lass es nebenbei laufen und überspringe die Werbungen nicht. In der Videobeschreibung findest du meist noch nähere Infos zu den Organisationen an die gespendet wird. 

YOUTUBE VIDEOS

Tipps und Tricks für Situationen in denen du Zeug*in von Alltagsrassismus wirst

von ZARA (Verein für Zivilcourage und Antirassismusarbeit) zur Verfügung gestellt und von uns aufbereitet.

Wie reagiere ich, wenn ich Alltagsrassismus beobachte?

  • Wahrnehmen
  • das Beobachtete bewerten
  • Verantwortung übernehmen
  • Aktiv werden 

Zivilcourage verlangt handeln! Allerdings ist es immer wichtig vorher abzuklären, ob die betroffene Person deine Unterstützung möchte!

Idealerweise hast du dir schon vorher überlegt, wie du in Situationen, in denen du diskriminierendes Verhalten beobachtest, reagieren kannst.

Ein paar konkrete Möglichkeiten

  • Du kannst versuchen den Angriff zu unterbrechen indem du…

…versuchst abzulenken (laut Singen, nach dem Weg fragen,…)

…die betroffene ansprichst und einladest ein Stück gemeinsam zu gehen

…die angreifende Person ansprechen und zum Beispiel nach der Zeit fragst

  • Du kannst Betroffene stärken indem du…

…sie ansprichst und Solidarität zeigst.

… anbietest, als Zeug*in zur Verfügung zu stehen (Nummer und Name hergeben!)

…dich zu ihnen  stellst und so symbolisch Unterstützung zeigst.

…auf Beratungsstellen hinweist (z.B. ZARA, Dokustelle, Romano Centro, GAW, IDB…)

  • Wie du dich selbst stärken kannst, um in solchen Situationen zu reagieren
    • Zuseher*innen um Hilfe bitten und einschreiten
    • Autoritäten hinzuziehen (Schaffner*innen, Filialleiter*innen,…)
    • Durchatmen und Ruhe gewinnen
    • Ungerechtigkeit nachfühlen um das Handeln leichter zu machen
    • Fortbildungen! z.B. ZARA-Trainings, Argumentationtrainings,…
  • Nach dem Vorfall
    • Betroffene ansprechen und  
    • Daten hergeben, falls Zeug*innen gebraucht werden
    • Gedächtnisprotokoll anlegen
    • Vorfall melden (z.B. ZARA, Dokustelle, Romano Centro, GAW, IDB…)

Wie reagiere ich, wenn mich jemand darauf aufmerksam macht, dass ich selbst rassistisch gehandelt habe?

Durchatmen, Chance sehen, Hinweis dankbar annehmen, Realität und Deutung Betroffener gelten lassen, eigenes Verhalten kritisch reflektieren und Möglichkeiten für ein verändertes Verhalten suchen, Entscheidungen treffen und Umgestalten

Klare Zeichen von Zeug*innen durch Interventionen:

  • Ich lehne Rassismus ab.
  • Mich stört das beobachtete rassistische Verhalten.
  • Ich unterstütze die betroffene Person
  • Ich zeige Grenzen für rassistisches Verhalten auf
  • Ich will eine gleichberechtigte Gesellschaft.

Dies kleine Serie kann natürlich nicht ansatzweise das abdecken, was mit dem Rassismus-Problem in unserer Gesellschaft einhergeht. Vielmehr soll sie euch einen Anstoß geben. Informiert euch, werdet euch eurer Privilegien bewusst und nutzt diese, steht für Ungerechtigkeit ein!

Hier findet ihr Teil 2 „Unser Happyland Österreich“ & Teil 3 „Check your Privelege!“.

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Unser Happyland Österreich

Check your privilege!

Rollenbilder und Stereotypen in Video-Games

Literatur Schmankerl

Traumjob Pro-Gamer*In oder Streamer*In?

NETFLIX-Dokus im Check

Was hat Porno mit echtem Sex zu tun?

Ballastreduktion & Minimalismus – Weniger ist mehr!

Woher kommst du?

Depression – Das ist ja nur eine Phase!

Fashion Inspiration

Alexa und Siri – Frauen in der Tech-Branche

Sexting oder doch sexuelle Belästigung?

Jugendsprache – über Dillos und Steilezähne

Sober Curiousity

Dirty Talk?

Die Sache mit der Politik

Erzählungen einer Vagina

Ausbildung, Weiterbildung, Einbildung?