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Ballastreduktion & Minimalismus – Weniger ist mehr!

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 Auch zu Hause in der Quarantäne eingesperrt? Wunderbar! Die perfekte Gelegenheit also, um deine Wohnung und somit dein Leben zu entrümpeln. In einer aufgeräumten Umgebung ist nämlich auch mehr Platz zum Denken und dann fällt das Home-Office und Pläne Schmieden für die Zukunft gleich viel leichter.

 Ballast, den wir alle durchs Leben tragen, hat seinen Ursprung oft in materiellen Gegenständen. Wir sammeln Dinge, horten sie und umgeben uns damit. Der Gedanke, dass alles noch irgendwann zu gebrauchen sei, ist zwar an sich ein guter, da die Wegwerfgesellschaft überhand nimmt, doch entspricht er meist nicht der Realität. Der zehnte graue Pulli im Kleiderschrank, eine Lade voller Kugelschreiber, von denen die Hälfte nicht mehr funktioniert oder ein Badezimmer voll angebrauchter Creme-Tuben – all das ist da und bleibt unbeachtet. „Wichtige” Notizen aus der Schule, Briefchen, Zeichnungen und alte Schulhefte liegen verteilt in der Wohnung, meist vollkommen unbenutzt und überflüssig.

 Das Zuhause birgt so viele Dinge, denen wir uns nicht stellen wollen, die wir von uns wegschieben und hinter Türen verstecken. Dass all dieses Zeug sich auch in unseren Köpfen einnistet, ist kaum jemandem bewusst. In der schnelllebigen Zeit müssen wir uns mit so vielen Dingen beschäftigen, an etliches gleichzeitig denken und alles unter einen Hut bringen.

 Eine strukturierte Umgebung schafft einen klaren Kopf. Ist die Umgebung nicht vollgestopft, geht es unseren Gedanken ebenso. Andernfalls bleibt kein Raum für neue Ideen. Wenige Besitztümer erleichtern es schlichtweg, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Ist der Kleiderschrank beispielsweise nicht so voll und lediglich mit Stücken befüllt, die man auch tatsächlich noch tragen will, fällt die Entscheidung zum Outfit leichter und weniger Zeit geht verloren.

 Erst durch die Entledigung von nutzlosen und unwichtigen Sachen, erkennt man wie viel Platz man eigentlich hat und wie wenig zum Leben notwendig ist. Und das bedeutet keinesfalls auf etwas zu verzichten. Plötzlich sind die Laden und Kästchen leer und man erkennt, dass die Wohnung neuen Stauraum bietet und manchmal sogar größer als erforderlich ist.

 Werde Unnötiges los und erlebe das Gefühl der Erleichterung und Klarheit. Entdecke die Gegenbewegung zur Konsumgesellschaft für dich. Lass dich nicht von Gegenständen definieren und dein Leben von ihnen bestimmen. Denn jene Gegenstände tragen zu Unzufriedenheit bei, deren Ursache sich nicht auf Anhieb finden lässt. Man erkennt, dass meist nur ein Bruchteil unseres Besitzes einen Sinn und Nutzen hat. Was nicht gebraucht wird, kann verkauft, verschenkt oder gespendet werden. Eine zusätzliche finanzielle Einnahme oder eine gute Tat verstärken das positive Gefühl beim Ausmisten.

Minimalismus hilft dabei, sich auf die Menschen und Erlebnisse in unserem Leben zu konzentrieren und sich auf der anderen Seite über Materielles wirklich freuen zu können – auch dauerhaft –, wenn dieses mit Bedacht ausgewählt und angeschafft wird. Bewusstsein ist an dieser Stelle ein wichtiges Stichwort. Der Weg zu einer bewussten Lebensweise beginnt mit besagter Reduktion und der Bewusstwerdung der eigenen Lebensumstände. Die Devise lautet: Wohnung ausmisten und Kopf frei bekommen – das ist der Schlüssel zu Erfolg, Zufriedenheit, Vernunft und Inspiration. Oder zumindest der erste Schritt auf dem Weg dorthin.

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